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Artikel zum Lesen

Musik als Urstoff des Kosmos

von Petra Meier

Wir sind umgeben von Klängen, Geräuschen und Musik. Das Auto auf der Straße, der lachende Nachbar, die Musik im Supermarkt, der Gesang der Vögel und das Rauschen des Baches usw. – von überall ertönen Klänge.
Was aber geschieht, wenn wir etwas hören? Haben Klänge noch andere Bedeutungen als die der Kommunikation? Was geht im Körper vor, was in der Seele, wenn Musik an unser Ohr dringt? Und wer legt fest, in welcher Frequenz Musikinstrumente gestimmt werden?
 
Das mit den Frequenzen ist schon so eine Sache. Die Verwirrung ist schnell mal groß, wenn man vom Kammerton, der 432 Hertz-Musik und dann auch noch von den Solfeggio-Frequenzen hört. Tasten wir uns an das Thema heran.
 
Der Kammerton, der Stimmton oder Normalton ist der allgemeine Bezugspunkt, den Musikgruppen oder Orchester zum Stimmen ihrer Instrumente verwenden.
Die Tonhöhe des allgemein verwendeten Kammertons A ist heute das gestrichene A (a′ auch a1). Seit 1939 ist in vielen Ländern der gültige Standartkammerton festgelegt auf 440 Hertz (HZ).
 
Geht man jedoch geschichtlich weiter zurück, so erfährt man, dass die ursprünglichen und besonderen Frequenzen, die seit der Antike verwendet wurden, heute als Solfeggio Frequenzen bekannt sind.
Diese besonderen Frequenzen wurden schon lange Zeit vorher von Mönchen für spirituelle und heilende Zwecke verwendet, bevor sie in Vergessenheit gerieten.
Ursache hierfür war angeblich die katholische Kirche, die diese mächtigen Schwingungen der einzelnen Frequenzen durch den Vatikan verboten hatte. Der wirkliche Grund für das Verbot war das Wissen, dass diese Frequenzen bewusstseinserweiternde Wirkungen auf Sänger und Hörer hatten und große Gefahr für die Machtstrukturen innerhalb der katholischen Kirche bargen.
 
Später, im 20. Jahrhundert, trieb Herbert von Karajan die Berliner Philharmoniker zeitweise auf 448 Hertz, da, wie er meinte, die Geigen brillanter klingen würden. Für die Sängerinnen und Sänger erwies sich die erhöhte Stimmung als problematisch. Der Tenor Luciano Pavarotti und der Komponist Richard Strauss sprachen sich daher für ein Herabsenken des Kammertons aus.
Die Dirigenten Bruno Walter und Nikolaus Harnoncourt jedoch waren Anhänger der 432 Hertz-Stimmung. Auch Albert Schweitzer und Rudolf Steiner bevorzugten aufgrund spiritueller und ganzheitlich-medizinischer Ansätze diese Stimmung.
Der Kammerton in 432 Hertz soll sehr harmonisch auf den Körper wirken, den gesunden Zellstoffwechsel fördern und die beiden Gehirnhälften synchronisieren. Außerdem soll die 432 Hertz-Schwingung mit dem Menschen, der Natur und dem Kosmos in Einklang schwingen und bekommt somit auch eine spirituelle, ganzheitliche Note.
 
Mitte der 1970er Jahre entdeckten die beiden Amerikaner, der Zahnmediziner Dr. Leonhard Horowitz und der Naturheilpraktiker und führende Kräuterkundler Dr. Joseph Puleo, die sechs speziellen Solfeggio Frequenzen wieder. In ihrem Werk „Healing Codes for the Biological Apocalypse“ beschrieben sie die kraftvollen Frequenzen und ihre verschiedenen Wirkweisen auf den menschlichen Körper. Außerdem entdeckten sie ein Muster von sich wiederholenden Codes. Ebenfalls wies der serbische Wissenschaftler, Erfinder, Physiker und Elektroingenieur Nikola Tesla in seinen Arbeiten auf die Bedeutung dieser drei Zahlen (Codes) als grundlegende Kennziffern des Göttlichen und der schöpferischen Kraft hin wie auch auf die energetischen Verhältnisse unserer physikalischen Welt.
 
Die jeweilige Frequenz beschreibt den Wert, wie viele Schwingungen pro Sekunde ein Ton auslöst. Die Maßeinheiten werden „Herzt“ (HZ) genannt.
Auch die Gehirnwellen-Frequenzen wurden (nach dem Physiker Heinrich Rudolf Hertz) in Hertz als Schwingungseinheit benannt.
 
Der Sound-Therapie-Pionier David Hulse beschrieb nach 50-jähriger Erfahrung als motivationaler Sprecher mit jahrelanger Forschung in Metaphysik, Wissenschaft, Klang und Spiritualität die Solfeggio-Frequenzen, die auch Joseph M. Clearwater in seinen Kompositionen nutzt:
 
UTqueant laxis - 396 Hz - Befreiung von Schuld und Angst
REsonare fibris - 417 Hz - Resonanz mit dem Universum, Situationen Rückgängig machen und Veränderungen erleichtern
MIra gestorum - 528 Hz - Transformation, Wunder und Zeichen, Reparatur von DNA
FAmuli tuorum - 639 Hz - Harmonische Beziehungen und Verbindungen
SOLive polluti- 741 Hz - Erwachen der Intuition, Ausdruck & Lösungen, Reinigung & Lösen
LAbii reatum - 852 Hz-Rückkehr zur spirituellen Ordnung
 
Drei weitere Solfeggio-Frequenzen wurden von Dr. Leonard Horowitz entdeckt:
174 Hz -Frequenz der Erdenergien
285 Hz -Frequenz der ursprünglichen Form und Energie
963 Hz -Frequenz der göttlichen Harmonie
 
Beim Hören der Solfeggio-Frequenzen können Menschen in himmlische Sphären (Schwingungen) versetzt werden und den Körper in ausgewogene Resonanz bringen.
Solfeggio-Musik hilft dabei, Heilung, Harmonie, Gesundheit und Wohlbefinden zu finden.
Sie soll der Schlüssel zum Universum sein und einen unmittelbaren Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden haben.
Ist die Seele gesund, so kann der ganze Mensch gesunden – denn: Wenn die Seele leidet, leidet auch der Körper.
 
Durch die Klänge wird die Luft in Schwingung versetzt (ebenfalls wie beim Wasser, das beschallt wird). Die Schwingung ist da, auch wenn man es vielleicht nicht wahrnehmen kann.
Jede einzelne Solfeggio-Frequenz hat ihre spezielle Klangfrequenz, die mit den Zellen und Organen in Resonanz tritt und eine ausgleichende, transformierende und heilende Wirkung erzeugen kann, die letztendlich nicht „nur“ auf den Körper, sondern sich primär auf Seele und Psyche entfaltet.
So verfügt jede einzelne Solfeggio-Frequenz über eine ganz bestimmte Wirkungsweise, da grundsätzlich die gesamte Materie mit einer bestimmten Frequenz schwingt. Logischerweise auch der menschliche Körper, der Geist (Bewusstsein) & ebenfalls die Seele (siehe persönliche Seelenmusik in 528 Hertz-Frequenz von Joseph M. Clearwater).
 
Somit können durch das Wirken von Schwingungen (anhören von Musik mit Solfeggio-Frequenzen) Veränderungen ausgelöst werden, die den gesamten Menschen (Körper, Geist & Seele) positiv beeinflussen und die Selbstheilungskräfte (Selbstheilungskräfte aktivieren in 528 Hertz) auf ganzheitliche Weise anregen. Dadurch können auch bestimmte Bewusstseinszustände ausgelöst werden, die den einwirkenden Frequenzen entsprechen und die Selbstheilungskräfte auf allen Ebenen unseres Seins aktivieren.
Darum haben die Solfeggio Frequenzen eine bewusstseinserweiternde, schmerzlindernde und angstlösende Wirkung, die Transformation bewirken kann, sodass wir mehr Lebensfreude, Elan und Energie zur Verfügung haben und zugleich unser Selbstbewusstsein stärken.
 
Musik in den Hertz-Frequenzen soll eine heilende, entspannende und ausgleichende Wirkung haben, indem unter anderem die Atmung und der Herzschlag in Gleichklang gebracht werden.
Von dieser beruhigenden Wirkung können insbesondere Menschen profitieren, die unter Ängsten, Unruhezuständen und psychosomatischen Beschwerden leiden.
 
Erinnern wir uns, schon in der Bibel heißt es: Am Anfang war das Wort. Das Wort ist Klang!
Und wenn wir (Körper, Geist & Seele) nicht harmonisch schwingen, kann das zu Blockaden in uns führen, die letztendlich jede Art von Schmerz und Leid erzeugen können.
 
Jeder Teil unseres Körpers schwingt auf seine eigene Weise.
Auch hierzu gibt es auf der Musik-Apotheke spezielle Musik: Die 12 Geisteskräfte in 432 Hertz.
Die 12 Geisteskräfte im Menschen sind mit dem gesamten Nervensystem des Körpers verbunden und ihr jeweiliger Sitz liegt in den Drüsen- und Nervenzentren des Menschen.
In den Stellen im Körper, wo die Nervendrüsen angesiedelt sind, liegen also die wichtigen Geisteskräfte, die schon seit jeher im Unterbewusstsein des Menschen gearbeitet haben und letztendlich auch den körperlichen Zustand ausmachen.
Es ist ratsam, bewusst in diese Region hineinzufühlen, die jeweilige Geisteskraft dort zu spüren und die Schwingung der 432 Hertz-Musik hineinfließen zu lassen. Das feine Nervensystem im Körper nimmt die harmonischen Schwingungen auf und trägt zur Regeneration bei.
Gesundheit ist der tatsächliche Normalzustand – es gibt viele Krankheiten, aber nur eine Gesundheit!
 
Schwingen Sie sich ein in die himmlischen Frequenzen des Universums.
Petra Meier

 



Wenn die Seele singt und der Kosmos antwortet - Teil 1
von Melanie Meier
 
Als sich Joseph M. Clearwater an einem sonnigen Maitag im Jahr 1991 daranmachte, die Atmosphäre im Raum musikalisch umzusetzen, ahnte er nicht, was gleich geschehen würde. Nicht zum ersten Mal untermalte er spirituelle Themen, die von den Seminarleitern vorgegeben wurden, mit seinen Klängen. Doch bis zu jenem Tag, an dem er dieser besonderen Frau begegnete, war ihm nicht gänzlich bewusst, was bloße Musik in einem Menschen auslösen kann.
Joseph spielte vielleicht seit fünfzehn Minuten, ging völlig in dem freien Spiel auf, ließ die Schwingung durch sich fließen und übersetzte sie in harmonische Klänge, als jäh eine Frau von ihrem Stuhl sprang. Ohne mit dem Spielen aufzuhören, blickte Joseph auf. Er sah die Frau weinen, sah ihre geballten Fäuste und die zusammengepressten Lippen, während sie zu Boden sank, als besäße sie keine Kraft mehr, aber er spielte weiter. Joseph spielte weiter, weil er gar nicht anders konnte; die Musik trieb ihn an, hieß ihn weitermachen. Die Frau lag währenddessen auf dem Boden und schluchzte, rollte sich zusammen, klammerte ihre Fäuste in ihr Hemd.
Als der letzte Ton schließlich verklang, der Zauber der Musik gebrochen war und Joseph M. Clearwater zu der Frau eilen wollte, erhob diese sich und lächelte ihm zu. Sie sah erschöpft aus, ihr Gesicht war rot gefleckt und feucht, sie zitterte leicht, trotzdem lächelte sie.
„Das war das Schönste, was mir je passiert ist“, sagte sie in die entstandene Stille hinein. Über dreißig Augenpaare waren auf sie gerichtet, doch sie sah nur Joseph an, als sei sie mit ihm allein. „Ich wollte das Seminar gar nicht besuchen, ich bin zufrieden mit meinem Leben und mir. Aber diese Musik ... Zum ersten Mal habe ich mich wirklich selbst gespürt. Ich war ganz allein und wusste es nicht einmal. Es war, als würde die Musik etwas in mir auffüllen, als würde meine Seele singen und als würde der ganze Kosmos antworten. Es war ergreifend!“
 
Derartige Vorkommnisse mehrten sich, und nicht nur Joseph stellte sich die Frage: Was ist es, das in der Musik liegt und in einem Menschen so eine Reaktion hervorrufen kann?
 
In wissenschaftlichen Studien wird dieses Phänomen längst untersucht. Gemessen werden neuronale Vorgänge, und man weiß inzwischen, dass Musik jede Menge Glückshormone freisetzen kann. Dem Ursprung dieser Vorgänge ist man allerdings nicht nähergekommen – man kennt das Wie, doch das Weshalb ist nach wie vor offen.
 
In vielen überlieferten religiösen Texten liest man, alles sei Schwingung, Materie sei nichts anderes als sich unendlich verändernde Energie, die in unterschiedlichen Frequenzen schwingt. In der Bibel heißt es, am Anfang sei das Wort, und was ist ein Wort anderes als eine Aneinanderreihung von Tönen, die freigesetzt werden? Von den Smaragdtafeln des Hermes Trismegistos, auch bekannt als Hermes Thoth, kennt man das sog. dritte Hermetische Gesetz: „Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich, alles ist in Schwingung“ (Drei Eingeweihte: „Kybalion“. Aurinia, 2015, S. 24). Nach aktuellem physikalischem Wissen scheinen sich diese Aussagen zu bestätigen. Die technologischen Gerätschaften erlauben uns einen Blick in den Mikrokosmos der Materie, auf die sog. Quantenebene, und dort ruht nichts, ist alles in Bewegung, schwingt alles.
Wenn nun die Schwingung das Fundament von irdischem Leben ist, wenn alle Materie im Kern in Bewegung, alles Lebendige nichts anderes als Schwingung in verschiedenen Frequenzen ist, ja wenn sogar unsere Gedanken und die feinstofflichen Körper auf Schwingung basieren – nimmt es noch Wunder, dass Musik uns derart berühren kann, dass sie unsere Seele zum Singen bringt und der Kosmos darauf antwortet?
 
Mithilfe von Musik kann man einen Menschen in den lichtgefluteten Himmel blicken lassen – und man kann ihn hinab in die dunkelsten Tiefen schicken. Das erkannte man offenbar auch 1939 während eines Kongresses in London, bei dem ein für alle Mal die 440 Hertz-Stimmung als Kammerton festgelegt wurde.
Wir erinnern uns: Alles, von der dichtesten Materie bis hinein in die feinstofflichen Bereiche, ist Schwingung in verschiedenen Frequenzen. Diese Schwingung bestimmt die Form der Materie, die Beschaffenheit unserer Gedanken und Gefühle und die Harmonie und Balance unseres ganzen Wesens. Ein Missklang kann dieses Gleichgewicht empfindlich stören, so wie ein falscher Ton eine ganze Melodie ruinieren kann.
Nun weisen großangelegte Studien darauf hin, dass die 440 Hertz-Stimmung alles andere als zuträglich für den Menschen ist. Sie kann Nervosität, Disharmonie in den Gefühlen und allgemein eine gereizte Stimmung hervorrufen. 432 Hertz hingegen scheinen das Gegenteil zu bewirken, sie beruhigen, vervollständigen und stimmen friedlich.
 
Joseph M. Clearwater kann das bestätigen. Die Hörer seiner Musik bekräftigen die förderliche Wirksamkeit der 432 Hertz-Frequenz, die offensichtlich über alle Ebenen hinweg das gefrorene Meer zu schmelzen vermag, das in uns Menschen im Laufe des Lebens erstarrt ist und den Zugang zu höheren, lichteren Bereichen verhindert oder erschwert.
 
„Ganz unabhängig davon, ob jemand dafür offen ist“, sagt Joseph, „die Musik wirkt. Sie wirkt immer. Niemand kann seine Ohren verschließen, und genauso wenig kann man sich dem Einfluss von Musik entziehen. Sobald Töne den Menschen erreichen, selbst wenn er sie nicht hören kann, entfalten sie die ganze Bandbreite ihrer Kraft. Sie bringen die Zellen im Körper zum Schwingen, ordnen die Gedankenstrukturen und üben einen unmittelbaren Einfluss auf die Gefühle und Emotionen aus. Musik ist die Sprache der Seele, denn was man mit Worten nicht erklären kann, drückt die Musik in ihrer Reinheit und Klarheit aus, und wohin Wörter und Bilder niemals vordringen können, dorthin scheint die Musik so sachte, weich und zart wie ein Sonnenstrahl nach tiefster Nacht.“
 
Sich dieses Umstandes bewusst, sagte seine Frau Petra eines Tages zu ihm: „Jeder sollte Zugang zu deiner Musik bekommen. Sie darf nicht nur den Wenigen vorbehalten bleiben, die die Seminare besuchen können, auf denen du spielst.“
In jenem Moment hatten sie den visionären Gedanken, einen Webshop zu eröffnen, in dem Josephs Musiken im mp3-Format heruntergeladen und CDs on Demand bestellt werden können: die Geburtsstunde des Familienunternehmens Musik-Apotheke.com.
 
Josephs klassische Meditationsmusik entspringt seinem Innersten, er stellt höchste Anforderungen an sich und seine Kompositionen und behält immer das Ziel im Auge: den Menschen.
Im Vordergrund steht der Mensch mit seinen vielfältigen Bedürfnissen, seiner Individualität und seinem Wesenskern. Die Musik ist darauf ausgerichtet, den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit zu umfangen, sie schüttet sich ihm aus und fordert nie etwas zurück.
Dabei wird kein Aspekt vergessen. Körper, Geist und Seele – Verstand, Herz und Bewusstsein – die heilige Trinität macht den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit aus und verbindet ihn mit dem Kosmos.
 
Joseph M. Clearwater ist von der Musik der Wiener Klassik geprägt, was man seinen Kompositionen anhört. Orchestrale Musik liegt ihm im Blut, er denkt in großen Dimensionen und strebt stets nach den höchsten Idealen. Seine Kompositionen schöpfen aus den Tiefen des irdischen Daseins, berühren seelische Wunden ebenso wie körperliche und gedankliche, streicheln sie wie ein zarter Windhauch und lassen die Wolkendecke aufreißen, damit heilsame Sonnenstrahlen darauf scheinen können.
 
Die klassische Meditationsmusik, die er nun seit über 30 Jahren macht, ist deshalb so wirksam, weil sie inmitten einer hektischen Welt, die von Umbrüchen und Unsicherheiten heimgesucht wird, im Hörer ein Zentrum der Ruhe, Ausgeglichenheit und Obhut schafft. Wer in sich ruht, schreckt vor keinen Veränderungen zurück; er heißt sie willkommen und durchschreitet sie sicheren Fußes. Josephs Musik ist Hilfe zur Selbsthilfe, und wahrscheinlich wird er erst aufhören zu komponieren, wenn es keine Menschen mehr gibt, die diese Hilfe benötigen.
 
Die Frau, die 1991 all diese Prozesse in Gang gesetzt hat, arbeitet heute in einem spirituellen, ganzheitlichen Sinn mit Menschen. Ihr Leben hat sich von Grund auf gewandelt, sie ist glücklich verheiratet und hat zwei wunderbare Kinder. All dies hat sicherlich nicht die Musik für sie getan – sie hat es aus eigener Kraft geschafft. Sie hat es geschafft, weil ihr zum damaligen Zeitpunkt, als die Klänge sie umspielten und ihre Seele zum Singen brachten, der Kosmos antwortete und aufzeigte, wer sie wirklich ist und wo ihre Kraft verborgen liegt.

 


Wenn die Seele singt, der Kosmos antwortet und Transformation geschieht- Teil 2
von Melanie Meier
 
Sie ist die höchste Kunstform, zu der der Mensch derzeit fähig ist, sie durchdringt Materie ebenso wie die feinstofflichen und geistigen Bereiche, sie ist das Momentum und die reinste und klarste Sprache weltweit: die Musik.
 
Am Fluss sitzen wir, der Wind streichelt sanft unsere Wangen, spielt mit seinen unsichtbaren Fingern auf den Schilfblättern und im Geäst der Baumkronen, streicht über das Wasser, das leise durch die Seerosen gluckert und zwischen das Gestein am Ufer plätschert, flüsternd rauscht das Nass vorbei. Über uns erklingt Flügelschlag, Vögel singen den Choral zur Melodie von Wind und Fluss, wiegen sich mit den Lüften. Ein Frosch quakt: ein Paukenschlag. Im Feld erzittern die hohen Halme, in der Wiese zirpen die Grillen, in unseren Ohren tönen sie wie zarte Streicher. Im Gleichklang, dem Augenblick ergeben, stimmt unser ganzes Wesen in das Naturkonzert mit ein, unsere Zellen tanzen, unsere Seele singt und der Kosmos antwortet …
 
Alles im Universum ist Schwingung. Was sich unseren Sinnen als fester Stoff dartut, ist nichts weiter als unendlich wandelbare Energie, die in verschiedenen Frequenzen schwingt und dadurch Form erhält. Alle diese Frequenzen folgen einer ihnen innewohnenden Bestimmung, sind funktional und Bestandteil einer Wirklichkeit, die jenseits menschlicher Ansprüche, Vorstellungen und Wünsche verborgen liegt.
Musik erreicht den Menschen in seiner Ganzheit innerhalb dieser Wirklichkeit, er kann sich ihrer Wirkung nicht entziehen, so wenig, wie er seine Ohren verschließen kann. Als 1939 der Kammerton auf die 440 Hertz-Frequenz festgelegt wurde, tat man der Menschheit offenbar keinen Gefallen, denn Studien belegen die eher negativen Auswirkungen auf Gemüt und Körper. Andere Frequenzen harmonieren besser mit uns, eine davon ist die 432 Hertz-Frequenz. Töne in dieser Schwingung beruhigen, vervollständigen und stimmen friedlich.
 
Was aber mag ein Geist wie der menschliche in der Musik, in den Tönen, suchen, wenn er so am Flussufer sitzt und sich dem Moment hingibt? Wonach lauscht er? Was machen die Klänge mit ihm, warum geben wir uns dieser Kunstform immer wieder hin und möchten sie selbst auf Instrumenten erzeugen?
 
Anders als die Malerei beispielsweise besitzt die Musik etwas, das sonst keine der klassischen Kunstrichtungen von sich sagen kann: Sie ist vergänglich. Ein Ton kommt, wir nehmen ihn wahr, er bringt unser Trommelfell, unsere Zellen zum Schwingen und erzeugt in unserem Gemüt eine Stimmung – im nächsten Augenblick ist er fort. Man kann ihn nicht festhalten, nicht ansehen wie ein Bild. Man kann ihn nur immer wieder anschlagen, diesen Ton, und beobachten, wie er entsteht und vergeht, wie mit ihm alles entsteht und vergeht.
 
Hinterlassen aber kann sie viel, die Musik, denn sie stimmt nicht nur unser Gemüt, macht uns traurig, fröhlich oder andächtig. Sie wird zur Alchemie, zum Urstoff schlechthin, wenn man ihr wahres Wesen und gleichsam das eigene erkennt.
Metall in Gold zu verwandeln, Sterblichkeit in Unsterblichkeit, Unbewusstheit in Bewusstheit ist nichts, was man außerhalb von sich finden und umsetzen kann. Man muss schon tief in sich hinabtauchen, durch alle Schichten von Frequenzen, Melodien und Spielarten, die das eigene Selbst ausmachen, um am Ende jenen Gesang zu hören, den die Urmutter und der Urvater aufspielen und in dessen Spannungsfeld Leben entkeimt.
 
Alles im Universum ist Schwingung, alles singt und tanzt. Musik ist der klarste und reinste Ausdruck dieses Umstandes, Musik ist der Brückenbauer in höhere Gefilde. Musik wird nicht nur auf Instrumenten gespielt, sie ist selbst ein Instrument für den menschlichen Geist. Sie spricht eine Sprache, die ursprünglich und urgewaltig ist und die von allen verstanden wird, vom Menschen genauso wie von Tier, Pflanze und Stein. Ihr zu lauschen und sich ihr hinzugeben, ist dasselbe, wie sich dem Leben und dem eigenen wahren Wesen hinzugeben, denn sie trägt die Schwingung, das Schöpfertum („alles ist eins“) in sich, das alles hervorbringt.
 
Dort, irgendwo zwischen den Tönen, in der Stille schließlich, ruht das Unbewegte, das Unvergängliche, das Leben hinter dem Leben, das Wahre, Schöne und Gute, dem jeder Mensch entgegenstrebt, während er auf seinem Weg die ihm innewohnende Melodie immer weiter dem Wohlklang des Kosmos’ angleicht, ehe er in der Stille vergeht und Metall in Gold verwandelt …

 
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